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          1. Kalium

            Kaliumbindungsformen im Boden

            Versorgungsstufen des Bodens

            Kalium in der Pflanze

             

            Kaliumbindungsformen im Boden

            Der Kaliumgehalt von B?den liegt zwischen 0,3 und 3 %. Diese Menge liegt fast ausschlie?lich in anorganischer Bindungsform vor. Die Kaliumdynamik im Boden ist in der Abbildung schematisch dargestellt.

             

            Kalium ist in den einzelnen Pools in folgender Weise gebunden:

            Kaliumdynamik im Boden

            • Kalium liegt in der Bodenl?sung als K+-Ion vor.
            • In der austauschbaren Fraktion sind die Kaliumionen an die negativ geladenen Oberfl?chen der Kationenaustauscher (Tonminerale und Humusbestandteile) sorptiv gebunden. Die Bindung ist relativ locker, so dass Kalium bei Bedarf in die Bodenl?sung nachgeliefert werden kann.
            • In der nichtaustauschbaren Fraktion sind die Kaliumionen in die Zwischenschichtpakete bestimmter Tonminerale eingelagert ("fixiert"). Diese Tonminerale haben die F?higkeit durch Quellungs- und Schrumpfungsprozesse den Schichtabstand der Pakete zu ver?ndern. Dadurch kann das eingelagerte Kalium pflanzenverfügbar werden, aber auch der Pflanzenaufnahme zeitweilig entzogen werden.
            • Im Kristallgitter ist das Kalium direkter Baustein der Bodensilikate. Durch diese feste Bindung ist dieses Kalium nicht pflanzenverfügbar. Erst durch die Verwitterung kann es aus dem Verband gel?st werden und in eine der anderen Fraktionen übergehen. Dies ist ein kontinuierlich stattfindender sehr langsamer Prozess.
             

            Versorgungsstufen des Bodens

            Für die Pflanzenern?hrung ist der Teil an Kalium wichtig, der für die Pflanze gut aus der Bodenl?sung aufnehmbar ist. über die Bodenanalyse kann der Versorgungszustand eines Bodens ermittelt und damit der Düngebedarf berechnet werden.

             

            Es werden 5 Gehaltsklassen von sehr niedrig (A) bis sehr hoch (E) unterschieden. Die Gehaltsklasse "C" ist dabei die anzustrebende Versorgungsstufe der B?den mit N?hrstoffen. Die N?hrstoffgehalte der einzelnen Gehaltsklassen variieren je nach Bodenart (leichte B?den, mittelschwere B?den, schwere B?den).

             

            Kalium in der Pflanze

            Die Pflanze nimmt Kalium aus der Bodenl?sung nur als Kalium-Ion auf. Es ist sehr gut in der Pflanze beweglich. Kalium ist für die Pflanze unerl?sslich, da es vielf?ltigste Aufgaben im Stoffwechsel der Pflanze beeinflusst.

             

            Funktionen von Kalium in der Pflanze:

            • Beeinflusst die Photosyntheseleistung direkt über eine Wirkung auf die Chloroplasten und indirekt über die Beeinflussung des Schlie?mechanismus der Stomata.
            • Ist im Stoffwechsel der Pflanze an der Aktivierung von mehr als 50 Enzymen beteiligt.
            • Verbessert die produktive Wasserausnutzung und mindert Trockenstress.
            • Verbessert die Bildung von Kohlenhydraten wie Zucker und St?rke.
            • Erm?glicht den Transport und die Einlagerung von Kohlenhydraten aus den Bl?ttern in die Speicherorgane (Knollen, K?rner, Rübenk?rper etc.).
            • F?rdert die interne Produktqualit?t durch h?here Eiwei?- und Vitamingehalte .
            • Wirkt f?rdernd auf den Gehalt an organischen Anionen und verbessert vor allem in Verbindung mit Sulfationen den Geschmack von Obst und Gemüse.
            • F?rdert die Ausbildung des Stützgewebes. Hierdurch werden die Lagergefahr (z.B. Getreide) und die Anf?lligkeit gegenüber Krankheiten (z.B. Pilze) verringert.
            • Erh?ht die natürliche Widerstandskraft der Pflanzen gegen Krankheiten, Sch?dlinge und Frost.
            • Führt zu einer verringerten Schwarzfleckigkeit bei Kartoffeln.

             

            Kalium-Mangelsymptome

            • Zuerst an den ?lteren Bl?ttern erkennbar, da es sehr gut im Phloem beweglich ist.
            • Bl?tter sind schlaff und h?ngen herunter.
            • Die ganze Pflanze wirkt schlaff und welk, man spricht von ?Welketracht“.
            • Vom Rand her beginnend werden die Bl?tter immer hellgrüner.
            • Sp?ter treten Blattrand-, Blattspitzen- und Interkostalnekrosen auf.
            • Es kommt zu Wachstumsverz?gerungen.
            • Die Bl?tter bleiben klein und sitzen fest am Zweig (Obstbau).
            • Es kommt zu einer verminderten Verholzung der Zellw?nde, was die Gefahr bei Getreide zur Lagerbildung und die Anf?lligkeit gegenüber Pilzinfektionen erh?ht.

             

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            Kaliummangel bei Raps, Mais und Wein

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