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          1. Bor

            Bor im Boden

            Bor in der Pflanze

            Bor-überschuss in der Pflanze

             

            Bor im Boden

            Der mittlere Bor-Gehalt von B?den des humiden Klimas liegt zwischen 5 und 80 mg kg-1. Sandreiche B?den besitzen eher einen niedrigen Bor-Gehalt (5-20 mg kg-1) als ton- und humusreiche B?den (30-80 mg kg-1). Extrem hohe Bor-Gehalte mit phytotoxischer Wirkung k?nnen in zur Versalzung neigenden B?den vorkommen.

            Bor gelangt in Form von Bors?ure (H3BO3) bei der Verwitterung von Glimmern und Turmalin in die Bodenl?sung. Oberhalb eines pH-Wertes von 6,3 dissoziiert die Bors?ure. Das gebildete Anion wird wegen seiner negativen Ladung an positive Oberfl?chen von Eisen- und Aluminiumoxiden, Tonmineralen und organischen Substanzen adsorbiert. Da Bor mit dem Wasserstrom in die Pflanze aufgenommen wird, tritt Bormangel vor allem bei Trockenheit auf neutralen bis alkalischen B?den auf.

             

            Bor in der Pflanze

            Bor geh?rt zu den essentiellen Mikron?hrstoffen und beeinflusst viele Prozesse im pflanzlichen Stoffwechsel. Der Bor-Bedarf der verschiedenen Kulturpflanzen ist sehr unterschiedlich ausgepr?gt. So haben Gramineen tendenziell einen geringeren Bor-Bedarf als zweikeimbl?ttrige Pflanzenarten. Ursache hierfür kann zum einen im unterschiedlichen Zellwandaufbau gesehen werden.
            Die Pflanzen nehmen Bor aus der Bodenl?sung haupts?chlich in Form der Bors?ure auf.

             

            Funktionen von Bor in der Pflanze

            • F?rdert die Bildung von zellwandstabilisierenden Kohlenhydraten.
            • Verbessert die Membranstabilit?t und die Membranfunktion.
            • Aktiviert die Saccharosebildung und den Abtransport der Assimilate in die Speicherorgane.
            • Reguliert die RNA-Bildung. Dadurch werden auch die Synthese der Nucleins?uren und somit auch die gesamte Eiwei?synthese beeinflusst.
            • F?rdert das Pflanzenwachstum durch Einfluss auf die Zellteilung

             

            Bor-Mangelsymptome

            • Mangelsymptome sind zuerst an den jüngsten Pflanzenteilen sichtbar.
            • Es kommt zum Absterben von Wurzel- und Spro?spitzen, sowie zum Vertrocknen der jüngeren Bl?tter. Ursache hierfür dürfte die unzureichende Assimilatversorgung und der gest?rte Wasserhaushalt sein.
            • Es kommt zu einem verst?rkten Austrieb von Seitenknospen durch die fehlende apikale Dominanz der Pflanzen.
            • Die Blütenbildung und die Befruchtung sind beeintr?chtigt.
            • Es kommt zu einer erh?hten Transpiration und beeinflusst negativen den Wasserhaushalt der Pflanzen.
            • Bei Leguminosen kommt es zur schlechteren Entwicklung der Kn?llchenbakterien in den Wurzeln.
            • Typische Schadbilder sind z.B. die Herz- und Trockenf?ule bei der Zuckerrübe, Futterrüben und dem Mangold, sowie die Spitzenvergilbung bei der Luzerne.
             

            Bor-überschuss in der Pflanze

            • Es kommt zu Vergilbungserscheinungen an ?lteren Bl?ttern, die sp?ter in Nekrosen und perforierte Gewebeteile übergehen.
            • Sehr empfindlich reagieren Gurken und Leguminosen, da der Bereich zwischen Versorgung und überschuss besonders eng ist.

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